Eindrücke von der Forschungsradtour
Gastbeitrag von Sabrina Lennartz, Technische Hochschule Ulm
Die ersten Tage der gemeinsamen Radtour sind vorbei und es ist Zeit die bisherigen Erlebnisse Revue passieren zu lassen.
Am Sonntag begann die Anreise, mit mehr oder weniger Radeleinsatz und mit mehr oder weniger Problemen mit der deutschen Bahn.
Als es alle Reisemitglieder an den Anfangspunkt der Reise, Donaueschingen, geschafft hatten gab es in der ersten Unterkunft eine kleine Vorstellungsrunde und Einführung in die verschiedenen Forschungsbereiche. Von appbasierter Fahrradweg-Qualitätsmessung mit dem ADFC, über sensorgestützte Wasserqualitäts-Messungen mit der THU bis zu chemischen Wassermessungen und Pflanzen- und Tierbeobachtungen mit dem botanischen Garten Ulm. Die Forschungsgruppe vereint eine Vielzahl an Disziplinen unter dem Aspekt des gemeinsamen Forschen unterwegs entlang des Donauradweges.
Am Montag startete die Gruppe dann in Richtung der Donauquelle, wo nach der Überwindung der ersten kleinen Fahrradschwierigkeiten, auch schon die ersten Messungen durchgeführt werden konnten. Entlang des Donauradweges ging es anschließend über Tag die junge Donau entlang. Kurz hinter Beuron endete die erste Etappe schließlich in einer Raststätte in einem ruhigen Tal.
Nach einem guten Abendessen im Lichte des Sonnenuntergangs auf dem Knopfmacherfelsen fielen die Reisenden abends glücklich und erschöpft ins Bett.
Am Dienstag morgen wurde die Ruhe des direkt an der Donau liegenden Übernachtungsortes für erste morgendliche Untersuchungen genutzt. Im Zuge einer Abschlussarbeit an der THU entstand in den vergangenen Monaten eine KI, welche auf Basis von mit einer Drone aufgenommenen Bildern, Pflanzen erkennen kann. Bisher wurden hierfür Bilder, aufgenommen im botanischen Garten, genutzt, sodass sich nun alle Beteiligten freuten, weitere Bilder direkt in der Natur sammeln zu können.
Nach einem kräftigen Frühstück ging es wieder zurück auf den Donauradweg und durch das von Kalkstein geprägte Flusstal in Richtung Inzighofen.
Dort gab es einen kleinen Abstecher zum ehemaligen Kloster, wo der Kräutergarten, die Klosteranlage und der umliegende Wald besichtigt wurden.

Die letzten letzten Kilometer nach Sigmaringen flogen danach nur so hin.
Während über Tag fleißig Pflanzen und Tiere erfasst worden waren, und auch die THU ihre Messungen immer vor Ort durchgeführt hatte, wurden abends in gemeinschaftlicher Arbeitsteilung die chemischen Untersuchungen der Wasserproben durchgeführt.
Die ersten Tage waren bereits gefüllt von wissenschaftlichen Beobachtungen, gemeinsamen Erlebnissen und wunderschönen Eindrücken. Und auch der ein oder andere Fahrradfahrer, Fußgänger und anderweitig Interessierte wurde auf die Gruppe aufmerksam dank der vom ZAWiW der Uni Ulm organisierten grünen Westen, und konnte über das Ziel, zu forschen und diese Forschung an Bürger heranzubringen, informiert werden.
Heut geht die Reise weiter und die Gruppe freut sich auf viele weitere gemeinsame Erlebnisse, Eindrücke und Erkenntnisse.
